Vaurien WM in Polen

Vaurien Weltmeisterschaft 2017 in Gudowo, Polen

Vom 22. bis 29. Juli fand die diesjährige Vaurien Wwltmeisterschaft in Gudowo auf dem Lubie See statt. Im Verhältnis zur letztjährigen WM auf dem Atlantik also beinahe heimische Bedingungen für die 14 teilnehmenden deutschen Teams. Bereits am Wochenende vor den Worlds nahm das Team Peter Lakshmanan/Dirk Pater an der internationalen Polnischen Meisterschaft und konnte sich mit 9 Siegen in 10 Läufen den ersten Platz sichern.

Bestens gelaunt kamen im Verlauf der Woche die restlichen deutschen Teams an. Da die vom veranstaltenden Club neu gebauten Wohnungen auf dem Clubgelände noch nicht fertig waren mussten zwar einige Teams spontan auf Zelte ausweichen, doch auch das konnte der guten Stimmung nicht allzu viel anhaben. Nachdem auch die Teams von weiter weg angereist waren, ging es am Samstag wie üblich mit der Vermessung los. Allerdings wurden aufgrund von Personalmangel zunächst nur die Segel vermessen. Nach erfolgreicher Vermessung nutzen die meisten den Rest des Tages, um sich ein wenig zu entspannen, Karten oder Speedminton zu spielen. Am Sonntag ging zum einen die Vermessung der Segel weiter, außerdem bot sich die Gelegenheit auch Ruder und Schwerter zu vermessen. Das angesetzte Practice Race musste leider aufgrund von zu wenig Wind abgesagt werden. Am Montag waren dann die ersten zwei Läufe für die Weltmeisterschaft angesetzt. Leider spielte aber auch hier der Wind nicht mit. Stattdessen dösten die Segler an Land und genossen die Sonne. Gegen Nachmittag veranstaltete das Französische Team eine Stand-Up Paddle Regatta, welche den Seglern als Kontrastprogramm sehr willkommen war. Am Dienstagmorgen gab es dann endlich den lang ersehnten Wind, jedoch brachte dieser auch jede Menge Regen mit sich.

Nichts destotrotz ging es um kurz nach 10 dann mit dem ersten Lauf los. Nach zwei Startversuchen ohne Startverschärfung, die beide abgebrochen werden mussten, zückte die Wettfahrleitung die Black Flag und auf einmal war kein Boot mehr zu früh an bzw. über der Linie. Insgesamt schafften wir am Dienstag vier Läufe bei nicht allzu starkem Wind und teilweise sturzbachähnlichen Regenfällen. Der Mittwoch war erneut durch die Abwesenheit des Windes gekennzeichnet. Am Abend gab es dann noch die Dutch- und German Happy Hour, eine Erweiterung der niederländischen Spezialitäten um deutsches Bier. Dafür hatte jedes teilnehmende Team wie bereits vor 2 Jahren zu der Weltmeisterschaft in Sneek eine Kiste Bier aus der Heimatregion mitgebracht. Somit war die Auswahl an unterschiedlichen Bieren gigantisch. Außerdem gab es natürlich auch alkoholfreie Biere und Fassbrause für die jugendlichen Teilnehmer. Nach der Happy Hour wurde dann noch ein wenig gefeiert. Der Donnerstag war ursprünglich als Ruhetag geplant gewesen. Da jedoch die Tage zuvor schon sehr wenig gesegelt werden konnte und wir dem Zeitplan ein wenig hinterher hinkten, ging es aufs Wasser. Der Wind blies einigermaßen konstant und auch über die Stärke konnte man sich nicht beschweren. Da die letzte Startmöglichkeit für den Donnerstag jedoch auf 14 Uhr festgelegt war und der Wind zwischen 13 und 14 Uhr eine Stunde Pause machte, schafften wir auch am Donnerstag nur 2 Läufe.

Der Freitag begann mit dem Versuch der Wettfahrleitung, einen Lauf zu starten. Aufgrund der wechselnden Windrichtungen gestaltete sich dies jedoch als recht schwierig. Einen Lauf musste die Wettfahrtleitung kurz nach dem Start wieder abbrechen, da die Boote am Pin-End plötzlich einen Anlieger zur Luvtonne hatten. Ärgerlich für die drei Frühstarter, die aufgrund der Black Flag nun für die 7. Wettfahrt gesperrt waren. Nachdem der Wind zunächst ganz verschwand und ein Gewitter aufzog, schickte uns die Wettfahrleitung an Land um zunächst weiter abzuwarten. Am späten Nachmittag ging es dann erneut aufs Wasser. Jedoch war nach einer Wettfahrt der Wind erneut aufgebraucht und auch die Wettfahrleitung hatte ein Einsehen und schickte uns an Land. Abends traf sich das deutsche Team dann zum Teamessen in einem Restaurant auf einer kleinen Insel etwas südlich von Gudowo. Der Samstag zeigte sich dann von einer gänzlich anderen Seite. Der Wind hatte ein wenig aufgefrischt und ermöglichte es noch die drei geplanten Läufe zu segeln. Am Ende konnten sich die Spanier Pablo Cabello und Javier Lago gegen die Konkurrenten Olmo Cerri und Elisa Gesess aus Italien im Kampf um den Weltmeistertitel durchsetzen. Bestes deutsches Team wurden Peter Lakshmanan und Anna Kunkel auf dem vierten Rang, welcher zugleich auch den zweiten Platz in der Mixed-Wertung bedeutete. Außerdem ging auch der Europacup, die Jahresrangliste der Vaurien in Europa, an ein deutsches Team.

Herzlichen Glückwunsch an Georg Riffeler und Lotte Milow. Der Nations Cup, den im letzten Jahr das deutsche Team gewinnen konnte, wurde zunächst fälschlicherweise an Belgien verliehen. Da diese jedoch nur mit einem Boot da waren und somit den Nation’s Cup nicht gewinnen können (man braucht mindestens zwei Boote), musste die nachträglich korrgiert und der Pokal an die Niederlande verliehen werden.

Im nächsten Jahr freuen wir uns die Vaurien Worlds im Rahmen der Travemünder Woche auszutragen.

Die Ergebnisse des Deutschen Teams:

1 ESP 33 Pablo Cabello, Javier Lago
2 ITA 7 Olmo Cerri, Elisa Gesess
3 ITA 21 Marco Faccenda, Alessio Francia
4 GER 666 Peter Lakshmanan, Anna Kunkel

17 GER 36328 Jan Schilling, Janna Riffeler
20 GER 36154 Martin Lakshmanan, Lotte Milow
28 GER 36316 Georg Riffeler, Francesco Kollig
29 GER 36350 Stefano Riffeler, Vanessa Lehnhoff
31 GER 36379 Patrick Küntscher, Julia Küntscher
39 GER 36291 Ida Milow, Nele Biener
42 GER 36141 Bruno Riffeler, Loreen Stüttem
45 GER 36198 Holger Isringhaus, Sabine Isringhaus
46 GER 36378 Christoph Vogelsang, Laura Engberg
47 GER 36374 Dirk Pater, Natalia Rutz
48 GER 36330 Ulrich Heuser, Carolin Hambrock
53 GER 35776 Tim Schilling, Jan Ole Ridderbusch
54 GER 35881 Daniela Böckmann, Alicia Wolfertz

Hier noch von Bericht von Anna Kunkel (SVNRW Jugendsprecherin)

63 Teams + Begleitung haben sich auf den langen Weg nach Polen begeben. Obgleich den 14 deutschen Teams der Weg schon lang genug vorkam, konnten wir uns nach den Berichten der Spanier und Franzosen, welche zum Teil an die 24 Stunden gefahren waren, fast noch glücklich schätzen.

Mit viel Wind wurden die weit Gereisten jedoch nicht belohnt: Innerhalb der ersten vier Tage konnte nur 6 Läufe gesegelt werden.  Es schien jedoch so, dass es dem internationalen Austausch (besonders der Jugend) nicht gerade schadete, nicht allzu erschöpft vom Wasser zu kommen:  Fast jeden Abend gab es ein Event; ob nun die French, German oder Dutch Happy Hour, oder einfach ein Lagerfeuer mit Gesang; die Jugend war immer aktiv dabei.

In den letzten zwei Segeltagen kam dann der lang ersehnte Wind, nur leider mit etwas Gewitter vermischt. Trotz einer kleinen erzwungenen Pause an Land schafften wir es, auf 4 weitere Läufe zu kommen.  Von insgesamt 22 Jugendteams kamen 2 aus Deutschland, beide aus NRW.  TIM SCHILLING und JAN OLE RIDDERBUSCH belegten Platz 17 in der Jugend -und Platz 53 in der Gesamtwertung. IDA MILOW und NELE BIENER belegten Platz 11 in der Jugend -und Platz 39 in der Gesamtwertung. Die diesjährigen Jugendweltmeister wurden TIRSO CERQUEIRA ATARES und GONZALO MARTINEZ RODRIGUEZ  aus Spanien.

(Anna Kunkel)

Ulrich Küppers,

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